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Wie unsere Großeltern bei WhatsApp, Facebook und Co. zu Teenies werden

Plötzlich ploppen wieder Dinge auf dem WhatsApp Chat bei Oma auf, die wir eigentlich mit unserem SchülerVZ Account für tot erklärt hatten: Kettenbriefe, animierte Videos, lustige Gruppennamen und tausende Emojis.

Wir die Generation Y kommen zu unseren Großeltern und den ersten Satz den wir zu hören bekommen.

„Ich glaube ich habe das Internet gelöscht, könntest du da mal schauen?“

Wenn Großeltern anfangen sich mit Smartphone, WhatsApp und Facebook auseinander zu setzten, sind es meistens die technikbegabten Enkelkinder, die ihnen alles erklären. Aber wohin kann man sich wenden, wenn man nicht die Enkel mit seinen täglichen Problemen mit dem Smartphone oder Tablet belästigen will? 

Mehr als 160 Senioren haben seit Oktober 2018 die Smartphone-Sprechstunde in der TAKSI-Zentrale genutzt. Jeder Besucher kann den kostenlosen Service, den Mitarbeiter der Hochschule Harz und Ehrenamtliche der Seniorenvertretung der Stadt Wernigerode e.V. gemeinsam anbieten, solange in Anspruch nehmen, bis er sein Smartphone oder Tablet sicher beherrscht.

Die drei häufigsten Fragen aus der Beratung beantwortet:

1. Welches Smartphone soll ich mir kaufen?

Nicht jeder Senior will und braucht ein Smartphone

Welches Smartphone am besten zu Ihnen passt, hängt natürlich von den persönlichen Vorlieben und dem Nutzverhalten ab. Deshalb ist es sinnvoll, dass man sich einige Modelle anschaut und ausprobiert, wie das Gerät in der Hand liegt und ob man mit der Bedienoberfläche zurechtkommt.

TIPPS:

#1. Das Modell ist stark abhängig von den Wünschen: Will ich tolle Fotos machen? Lege ich Wert auf ein großes, hochaufgelöstes Display? Wie wichtig sind mir Videos? Es gibt unzählige Modelle. Je teurer, desto besser ist meist die Ausstattung.

#2. Achtet darauf, dass das Smartphone LTE-fähig ist.

#3. Es ist ein Irrglaube, dass besonders teure Geräte auch besonders kompliziert in der Bedienung sind. Wir haben häufig mehr Probleme mit günstigen Seniorenhandys in unserer Sprechstunde als mit einem teuren Gerät.

2. Wie bekomme ich die Fotos vom Smartphone in mein Fotoalbum?

Am einfachsten geht das im Drogeriemarkt. Dort gibt es Fotodrucker, die mit verschiedenen Kabeln (meistens das Ladekabel) ausgestattet sind. Darüber schließt man das Smartphone an, wählt die Bilder in den entsprechenden Foto-Ordnern aus und entwickelt sie vor Ort zum Mitnehmen in der Wunschgröße.

3. Brauche ich Internet, wenn ich ein Smartphone benutzen will?

Grundsätzlich: Nein. Aber: Eine sinnvolle Nutzung des Smartphones setzt eine Internetverbindung voraus.  Warum? Das Internet ermöglicht viele Funktionen, die das Smartphone erst smart machen, zum Beispiel das Versenden und Empfangen von Nachrichten über WhatsApp oder das Abspielen von Videos auf YouTube.

Das Internet kann Ihrem Mobiltelefon auf zwei verschiedenen Wegen zur Verfügung gestellt werden:

Zum einen über das soganannte mobile Internet. Dabei stellen die Netzanbieter Ihrem Mobiltelefon bestimmte Datenvolumen zur Verfügung, mit denen Sie Daten aus dem Internet herunterladen (z. B. ein Foto empfangen) und heraufladen (z. B. ein Foto verschicken) können. Die Datenvolumen schwanken zwischen den Tarifen, als Faustformel kann man sich aber merken: Je höher das Datenvolumen, desto höher ist auch der Preis. Den können sie entweder per festem, monatlich zu bezahlendem Vertrag oder per Pre-Paid-Tarif (erhältlich bei vielen Discountern) bezahlen.

TIPP: Congstar Fair Flat: Bei diesem Anbieter in diesem Vertrag wählt man das Datenvolumen selbst und zahlt nur das, was man wirklich verbraucht hat. Verbraucht man weniger, zahlt man weniger. Das ist fair.

Zum Anderen können Sie das Smartphone über das WLAN Ihres Internetanschlusses zuhause nutzen. Internet daheim können Sie einfach zum Festnetztelefon dazubuche.

Vorteil: Sie haben ein sehr hohes Datenvolumen, zu einem vergleichsweise niedrigen Preis.

Nachteil: Bei dieser Variante sind Sie ausschließlich zuhause online, unterwegs werden keine Daten empfangen und gesendet. Damit sind Navigationsapps eingeschlossen.

#DigitalePubertät

Quelle: Innovativ Altern 

 

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